Ist Weltmeister Özil sogar schwerer verletzt?

Häme für Aubameyang: Die bitteren Arsenal-Zahlen

Ein Arsenal-Abend zum Vergessen: Bernd Leno (l.), Pierre-Emerick Aubameyang (Mitte) und Coach Unai Emery.

Ein Arsenal-Abend zum Vergessen: Bernd Leno (l.), Pierre-Emerick Aubameyang (Mitte) und Coach Unai Emery. imago (3)

Was Unai Emery seit dem Antritt des undankbaren Erbes von Arsene Wenger geleistet hat, ist beachtlich, da sind sich die Experten in England einig. Seit dem enttäuschenden 2:3 in Southampton Mitte Dezember , das eine Serie von 22 ungeschlagenen Spielen in Serie beendet hatte, ist bei Arsenal allerdings der Wurm drin. Das 1:5 in Liverpool war die höchste Niederlage unter Emery - zuvor waren drei Gegentore das Maximum.

Große Häme schlug im Netz vor allem Angreifer Aubameyang entgegen, der bislang eine famose Saison mit 13 Ligatoren und drei Vorlagen bei 20 Einsätzen hingelegt hat. Am Samstagabend war der Gabuner aber auf verlorenem Posten - und hatte fraglos die bitterste Statistik des Spiels vorzuweisen: 13 Ballkontakte verzeichnete der ehemalige Dortmunder, sechs davon beim Anstoß. Einen einzigen Ballkontakt hatte der sprintstarke Stürmer im gegnerischen Strafraum, sogar im eigenen Strafraum einen mehr. Nach 71 Minuten wurde Aubameyang (100 Prozent Passquote bei zehn Zuspielen) "erlöst", ihn ersetzte Alexandre Lacazette.

"Wir müssen das Gesehene ernst nehmen, aber auch weitermachen", resümierte Coach Emery: "Das Ergebnis ist natürlich hart. Es war ein großer Test und ich glaube, dass der Unterschied zwischen beiden Mannschaften nicht im Resultat widergespiegelt wird." Speziell defensiv müsse seine Mannschaft einfach "besser arbeiten". Der 20-malige deutsche Nationalspieler Shkodran Mustafi konnte die Arsenal-Abwehr kaum stabilisieren und wurde mit dem Seitenwechsel durch Routinier Laurent Koscielny ersetzt. "Wir schießen viele Tore, kassieren aber auch mehr, als uns das lieb ist", kritisierte Emery.

Emery freut sich auf den Videobeweis

Das in den letzten Wochen immer wieder aufflackernde Thema Mesut Özil handelte Emery kurz und knapp ab. Ob der Weltmeister von 2014 denn wirklich wegen einer Verletzung im Kader gefehlt habe? "Ja." Ist es denn eine ernstere Geschichte? "Er hat etwas am Knie. Ich weiß nicht, ob es eine schwerwiegendere Verletzung ist oder nicht", so der Spanier.

Viel mehr sprach der 47-Jährige nochmal über die deftige Niederlage. "Es ist eine neue Erfahrung für uns. Es ist zwar eine schlechte, aber auch eine, aus der man lernen kann." Der diskussionswürdige zweite Elfmeter für Liverpool und die Szene in der 84. Minute (Lacazette wurde von Clyne im Strafraum zu Fall gebracht) beschäftigte Emery auch. "Ich glaube, dass der VAR wichtig ist. Er kommt ja im nächsten Jahr . Ich denke, das wird den Schiedsrichtern helfen, bessere Entscheidungen zu treffen", so der Arsenal-Coach.

Leno ärgern "viele leichte Fehler"

Die Gunners müssen nach der deftigen Niederlage eher wieder in den Rückspiegel schauen, denn Manchester United erfährt unter Ole Gunnar Solskjaer wieder einen deutlichen Aufschwung und könnte den Rückstand auf Rang vier weiter verkürzen. Ein gebrauchter Abend war es an der Anfield Road auch für Nationalkeeper Bernd Leno. Der 26-Jährige musste fünfmal hinter sich greifen und hatte gleichzeitig kaum Gelegenheit, sich wirklich auszuzeichnen. Der ehemalige Leverkusener Schlussmann sprach von "vielen unglücklichen Gegentoren" und "zu vielen leichten Fehlern". Das Schöne am Fußball sei aber auch, dass sich Dinge "schnell ändern können". Der Premier-League-Spielplan hilft mit: Bereits am Dienstag (16 Uhr, LIVE! bei kicker.de und im Stream bei DAZN ) bietet sich im Heimspiel gegen Fulham die Chance zur Wiedergutmachung.

msc