Bezirksliga Ost

Dorfen hält in Freilassing lange mit – und geht schließlich unter

Donbeck-Team bei der 1:6-Schlappe deutlich unter Wert geschlagen.

Freilassing/Dorfen Eine herbe 1:6 (1:2)-Niederlage musste der TSV Dorfen beim ESV Freilassing hinnehmen. So klar das Ergebnis auch erscheinen mag, der Spielverlauf zeigte ein anderes Bild. Zudem trug auch der Schiedsrichter mit einigen unverständlichen Entscheidungen zum Unmut der Isenstädter bei.

Die Dorfener zeigten trotz des Respekts vor dem Favoriten, dass sie sich nicht von vorne herein geschlagen geben wollten und spielten zunächst munter mit. Dann aber machte ihnen Andreas Högler einen Strich durch die Rechnung. Sein Volleyschuss aus zwölf Metern schlug unhaltbar unter der Querlatte zum 1:0 für den Tabellenführer ein (16.). Das 2:0 machte dann Ennis Kuka aus stark abseitsverdächtiger Position (29.). Alexander Wolf konnte einen Schuss nur abklatschen, und beim Nachschuss war Kuka zur Stelle. Der Torschütze hätte aber zu diesem Zeitpunkt eigentlich nicht mehr auf dem Feld sein dürfen, da er sich kurz vorher eine klare Tätlichkeit (Ohrfeige) gegen Sebastian Hänle geleistet hatte. Der Unparteiische beließ es jedoch bei einer Ermahnung.

Dann keimte wieder Hoffnung auf. Nach einem Foul an Ivan Pete gab es Strafstoß. Andreas Petermeier verwandelte sicher zum 1:2 (38.). Pete hatte noch vor der Pause die Möglichkeit zum Ausgleich, zielte aber drüber (42.). Bis zu diesem Zeitpunkt zeigten sich die Isenstädter ebenbürtig.

In die zweite Hälfte hatten die Donbeck-Mannen den besseren Start. Kapitän Andreas Hartl verfehlte das Gehäuse nur knapp (48.). Nach einem Freistoß von Petermeier traf Pete das Leder in aussichtsreicher Position nicht richtig (50.). Aber auch die Gastgeber hatten danach Möglichkeiten. Wolf blieb gegen Viktor Vasas per Fußabwehr Sieger (54.) und zeichnete sich kurz danach noch zweimal aus.

Dann aber fiel das 3:1, wieder durch Högler, wieder volley. Aus der Luft hämmerte er eine Flanke von links unhaltbar ins Tor (58.). Jetzt nahm das Dorfener Unheil endgültig seinen Lauf – und es folgte wieder eine kuriose Schiedsrichterentscheidung. Bei einem Freistoß für den ESV hielt Petermeier seine Hand zum Schutz vors Gesicht und wurde prompt angeschossen. Es gab Handelfmeter. Matej Kovac verwandelte sicher zum 4:1 (62.). Damit war die Partie endgültig gelaufen. Högler machte mit einem Kopfball nach Freistoß von rechts seinen dritten Treffer zum 5:1 (74.). Dorfens Hartl sah wegen wiederholten Foulspiels Gelb-Rot (87.), und in der Schlussminute unterlief Alexander Heilmeier dann noch ein Eigentor zum 6:1-Endstand.

TSV-Betreuer Robert Haban resümierte: „Trotz des 1:6 wollen wir nicht alles dem Schiedsrichter anhängen, doch er trug seinen Teil dazu bei. Trotzdem sind wir unter Wert geschlagen worden. Bis zum 1:3 war die Partie völlig offen.“

Hans-Peter Mertins

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